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Die Hauptstadt des Bundesstaates Pará liegt am südlichen Arm des Amazonasdeltas. Die 1616 gegründete Stadt war bis zum Bau der Straße nach Brasiliá nur zu Wasser oder mit dem Flugzeug erreichbar. Heute stellt Belém eine wichtige Hafenstadt dar. Sehenswert sind die Festung, von der man einen schönen Blick auf den Hafen und den Markt hat. Letzterer ist die größte Attraktion der Stadt. Vier spitze Türme flankieren eine große Halle, in der Lebensmittel und Kunsthandwerk feilgeboten wird. Umgebung: Marajo-Insel: Per 15minütigem Flug oder vierstündiger Bootsfahrt erreicht man diese riesige, kaum besiedelte Insel im Amazonasdelta. Sie ist die Heimat der präkolumbianischen Marajoara-Kultur, deren Nachfahren noch immer auf der Insel leben. Santarém: Die zweitgrößte Stadt Parás liegt an der Mündung des Rio Tapajos in den Amazonas. Weiße Strände säumen das klare, türkisfarbene Wasser. 1958 wurde ca. 300 km südlich von Santarém Gold gefunden. Seither sind dort über 50 Goldgräbersiedlungen entstanden. |
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Belem
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Geografie und Klima: Brasilien liegt im Osten Südamerikas und ist der größte Staat des Erdteils. Er grenzt an alle Länder des Kontinents mit Ausnahme von Chile und Ecuador. Im Osten bildet der Atlantik die Grenze. Brasilien setzt sich im wesentlichen aus zwei großen natürlichen Einheiten zusammen, dem Amazonasbecken und dem Bergland. Das feuchtheiße, größtenteils von dichtem Regenwald bewaldete, weithin völlig ebene Amazonasbecken ist das größte tropische Waldgebiet der Erde. Es wird vom Amazonas und zahlreichen mächtigen Zuflüssen entwässert. Die Ströme werden zum Teil von breiten Überschwemmungszonen gesäumt. Nach Süden hebt sich das Land mit einer schwachen Stufe zum brasilianischen Bergland mit einer mittleren Höhe zwischen 500 und 1000 m. Die größten Höhen gibt es in den Küstengebirgen des Ostens (Pico da Bandeira 2890 m). An der Küste gibt es einen schmalen Tieflandstreifen. Das Klima des Hochlandes ist mäßig feucht.
Natur und Umwelt: Brasilien wird von Naturschützern immer mehr kritisiert, die dem Land leichtfertige Zerstörung des Regenwaldes vorwerfen. Durch Brandrodung, Abholzung für den Bau von Straßen und Kraftwerken, für Landgewinnung und Holznutzung werden jährlich 10000e km2 zerstört. Die „grüne Lunge“ der Erde wird immer kleiner und ist für die Nachwelt unwiderruflich verloren.
Bevölkerung: Ca. 54 % der kath., portugiesischsprechenden Bevölkerung sind Weiße, 34 % Mulatten, 11 % Schwarze und weniger als 1 % indianischer Herkunft. In den südlichen Staaten wie Paraná und Santa Catarina leben zahlreiche Deutsche. Die Bevölkerungsverteilung ist sehr ungleichmäßig. Während das Amazonasgebiet abgesehen von einigen wenigen Indianerstämmen kaum besiedelt ist, konzentriert sich die Bevölkerung in den Küstenbereichen des Nordostens und Südens.
Reisen und Erleben: Aufgrund der schwierigen Verkehrsbedingungen ist an einen gezielten Aufbau des Fremdenverkehrs kaum zu denken. Touristisch erschlossen sind Rio de Janeiro, das Amazonasgebiet und die Iguaçu-Fälle. Die Topografie des Landes erschwert den Aufbau eines Verkehrsnetzes. Bahnverbindungen gibt es nur im Küstenbereich, Strassen sind kaum asphaltiert oder betoniert und während der Regenfälle großteils nicht befahrbar.
Politik: Brasilien ist eine föderative Republik, in welcher der Einfluss des Militärs groß ist.
Handel und Wirtschaft: Bis 1839 hatte Kautschuk eine geringe Bedeutung konnte man aus ihm lediglich Pflaster und Gummilösungen herstellen. Erst als der Amerikaner Charles Goodyear um 1840 das Verfahren entwickelte durch Schefelzusatz Kautschuk formbar und haltbar zu machen (= Vulkanisation), gewann der Rohstoff an Bedeutung. Die Nachfrage nach Gummi stieg weiter, als J.B. Dunlop 1888 den luftgefüllten Gummireifen erfand. |
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Brasilien
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