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Reiseland Brasilien Belo Horizonte |
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Die drittgrößte Stadt Brasiliens wurde erst 1897als Verwaltungszentrum nach dem Vorbild von Washington (USA) gegründet. Der Aufschwung der Stadt erfolgte mit der Erschließung der Erzvorkommen der Provinz Minais Gerais. Im 18. Jh wurden hier Gold und Edelsteine entdeckt, heute ist die Förderung von Eisenerz wichtiger. Die Stadt liegt im „Eisernen Viereck“ einer der größten Eisenerzlagerstätten der Welt. Großzügige Boulevards, ausgedehnte Plätze, Hochhäuser und schachbrettförmig angelegte Straßen mit Diagonalstraßen dazwischen bestimmen das Stadtbild. Der Regierungspalast (Palacio do Governo) ist ein stattlicher Bau der Jahrhundertwende, vor dem jeden Abend die sehenswerte Zeremonie der Wachablöse stattfindet. Pampula, der schönste Vorort Belo Horizontes liegt an einem großen künstlichen See. Viele Häuser stammen von dem brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer, der auch viele Gebäude in der Hauptstadt Brasília entworfen hat. Umgebung: Südöstlich von Belo Horizonte befinden sich zahlreiche Städte aus portugiesischer Zeit (Häuser mit weißen Fassaden, rote Ziegeldächer, hölzerne Veranden). Die aufwendigen und reich ausgestatteten Kirchen und Bauten vermitteln einen Eindruck von Reichtum, den die Gold- und Diamantenfunde des 18. Jh.s. dieser Gegend brachten. Ouro Prêto: Ca. 70 km südöstlich liegt diese Stadt, die 1980 von der UNESCO zum “künstlerischen und kulturellen Erbe der Menschheit“ erklärt wurde. Sie besitzt mehr als 23 Barockkirchen, von denen viele mit prachtvollem Golddekor geschmückt sind. Hier finden sich auch bedeutende Bauten und Statuen des brasilianischen Bildhauers Antonio Francisco Lisbôa, der wegen seiner leprösen Entstellung Krüppelche „Aleijadinhon“ genannt wurde. Vom 1753 m hohen Pico do Itacolomi hat man einen grandiosen Blick auf die gedrängt liegende Stadt. Sabará: Das Kolonialstädtchen besitzt neben schönen Bauwerken ein interessantes Goldmuseum. In dem 1732 erbauten Haus werden u.a. Werkzeuge der Goldminenarbeiter gezeigt. Canganhas do Campo: Auch diese Stadt wurde von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt. Berühmt ist die Walfahrtskirche Santuario de Senhor Bom Jesus de Matosinhos. Die übergroßen Prophetenfiguren vor der Kirche sind die eindrucksvollsten Werke Aleijadinhos. |
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Belo Horizonte
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Reiseziele in Brasilien |
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Geografie und Klima: Brasilien liegt im Osten Südamerikas und ist der größte Staat des Erdteils. Er grenzt an alle Länder des Kontinents mit Ausnahme von Chile und Ecuador. Im Osten bildet der Atlantik die Grenze. Brasilien setzt sich im wesentlichen aus zwei großen natürlichen Einheiten zusammen, dem Amazonasbecken und dem Bergland. Das feuchtheiße, größtenteils von dichtem Regenwald bewaldete, weithin völlig ebene Amazonasbecken ist das größte tropische Waldgebiet der Erde. Es wird vom Amazonas und zahlreichen mächtigen Zuflüssen entwässert. Die Ströme werden zum Teil von breiten Überschwemmungszonen gesäumt. Nach Süden hebt sich das Land mit einer schwachen Stufe zum brasilianischen Bergland mit einer mittleren Höhe zwischen 500 und 1000 m. Die größten Höhen gibt es in den Küstengebirgen des Ostens (Pico da Bandeira 2890 m). An der Küste gibt es einen schmalen Tieflandstreifen. Das Klima des Hochlandes ist mäßig feucht.
Natur und Umwelt: Brasilien wird von Naturschützern immer mehr kritisiert, die dem Land leichtfertige Zerstörung des Regenwaldes vorwerfen. Durch Brandrodung, Abholzung für den Bau von Straßen und Kraftwerken, für Landgewinnung und Holznutzung werden jährlich 10000e km2 zerstört. Die „grüne Lunge“ der Erde wird immer kleiner und ist für die Nachwelt unwiderruflich verloren.
Bevölkerung: Ca. 54 % der kath., portugiesischsprechenden Bevölkerung sind Weiße, 34 % Mulatten, 11 % Schwarze und weniger als 1 % indianischer Herkunft. In den südlichen Staaten wie Paraná und Santa Catarina leben zahlreiche Deutsche. Die Bevölkerungsverteilung ist sehr ungleichmäßig. Während das Amazonasgebiet abgesehen von einigen wenigen Indianerstämmen kaum besiedelt ist, konzentriert sich die Bevölkerung in den Küstenbereichen des Nordostens und Südens.
Reisen und Erleben: Aufgrund der schwierigen Verkehrsbedingungen ist an einen gezielten Aufbau des Fremdenverkehrs kaum zu denken. Touristisch erschlossen sind Rio de Janeiro, das Amazonasgebiet und die Iguaçu-Fälle. Die Topografie des Landes erschwert den Aufbau eines Verkehrsnetzes. Bahnverbindungen gibt es nur im Küstenbereich, Strassen sind kaum asphaltiert oder betoniert und während der Regenfälle großteils nicht befahrbar.
Politik: Brasilien ist eine föderative Republik, in welcher der Einfluss des Militärs groß ist.
Handel und Wirtschaft: Bis 1839 hatte Kautschuk eine geringe Bedeutung konnte man aus ihm lediglich Pflaster und Gummilösungen herstellen. Erst als der Amerikaner Charles Goodyear um 1840 das Verfahren entwickelte durch Schefelzusatz Kautschuk formbar und haltbar zu machen (= Vulkanisation), gewann der Rohstoff an Bedeutung. Die Nachfrage nach Gummi stieg weiter, als J.B. Dunlop 1888 den luftgefüllten Gummireifen erfand. |
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Brasilien
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